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Bei der Härteprüfung mit kleinen Prüfkräften
(Kleinlasthärteprüfung) spielen einzelne Gefügebereiche oder Zonen eine
erhebliche Rolle bei den Messergebnissen. Im Vergleich zum unbeeinflussten Grundgefüge
sind innerhalb einer randentkohlten Zone (1)
in den meisten Fällen die Messwerte, in Abhängigkeit des Kohlenstoffverlustes,
niedriger. In geseigerten Bereichen (2) sind meist höhere Härtewerte anzutreffen. Je niedriger
die aufgebrachten Prüfkräfte sind, desto größer fallen die Differenzen
zwischen einzelnen Messergebnissen aus. Aus diesem Grund ist immer für eine ausreichend
hohe Anzahl an Einzelmessungen zu sorgen, um ein repräsentatives Ergebniss ermitteln
zu können. Die Prüfkraft ist so zu wählen, dass der Sinn der Härteprüfung
nicht verfehlt wird. Große Prüfkräfte (z.B. HV5 , HV10 oder HV30) werden
für die Ermittlung der allgemeinen Durchschnittshärte gewählt und kleine
Prüfkräfte (z.B. HV0,2 , HV1 oder HV3) wenn es darum geht die oben erwähnten
Unterschiede deutlich zu machen.
Die nachfolgenden Bilder zeigen Beispiele solcher
Bereiche bei einer Aufnahmevergrößerung von 200 : 1 (Werkstoff 1.2344 vergütet).
Ohne Randentkohlung : 435 HV 1
In einer Randentkohlung : 395 HV 1
Grundgefüge : 440 HV 1
In einer Seigerung : 470 HV 1
1. Beispielbild einer Randentkohlung :

2. Beispielbild einer Seigerung :

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