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Kennzeichnung entsprechend der Eigenschaften
Stähle für Stahlbau
Beispiel : S275J2G3
Stahl mit Streckgrenze von 275 N/mm²
und Kerbschlagzähigkeit von 27 J bei -20° C
S steht für Stahl für
den Stahlbau
275 kennzeichnet die Mindeststreckgrenze
in N/mm²
Die Codierung hinter der Zahl hat folgende Bedeutung :
1. Stelle :
J Mindest
Kerbschlagarbeit von 27 J
K Mindest
Kerbschlagarbeit von 40 J
L Mindest
Kerbschlagarbeit von 60 J
2. Stelle
R Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung +20° C
0 Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung 0° C
2 Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung -20° C
3 Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung -30° C
4 Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung -40° C
5 Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung -50° C
6 Prüftemperatur
für die Kerbschlagerprobung -60° C
Zusatzsymbole Gruppe 1
A Ausscheidungshärtend
M Thermomechanisch
gewalzt
N Normalgeglüht
oder normalisierend gewalzt
Q Vergütet
G Andere
Merkmale (ev. mit 1 oder 2 nachfolgenden Ziffern)
Zusatzsymbole gemäß DIN
EN 10025
G1
= unberuhigter Stahl
G2
= unberuhigter Stahl nicht zulässig
G3
= vollberuhigter Stahl und normalisiert (für Flacherzeugnisse)
G4
= vollberuhigter Stahl und Lieferzustand nach Wahl des Herstellers (für Flacherzeugnisse)
Zusatzsymbole Gruppe 2
C Mit
besonderer Kaltumformbarkeit
D Für
Schmelztauchüberzüge
E Für
Emaillierung
F Zum
Schmieden
H Für
Hohlprofile
L Für
tiefe Temperaturen
M Thermomechanisch
gewalzt
N Normalgeglüht
oder normalisierend gewalzt
O Offshore
P Für
Spundbohlen
Q Vergütet
S Für
Schiffsbau
T Für
Rohre
W Wetterfest
Stähle für Druckbehälter
Beispiel : P295GH
Stahl mit Streckgrenze von 295 N/mm²
und für hohe Temperaturen
P steht für Stahl für
den Druckbehälterbau
295 kennzeichnet die Mindeststreckgrenze
in N/mm²
Die Codierung hinter der Zahl hat folgende Bedeutung :
1. Stelle :
M Thermomechanisch
gewalzt
N Normalgeglüht
oder normalisierend gewalzt
Q Vergütet
B Gasflaschen
S Einfache
Druckbehälter
T Rohre
G Andere
Merkmale (ev. mit 1 oder 2 nachfolgenden Ziffern)
2. Stelle :
H Hochtemperatur
L Tieftemperatur
R Raumtemperatur
X Hoch-
und Niedrigtemperatur
Stähle für Maschinenbau
Beispiel : E360
Stahl mit Streckgrenze von 360 N/mm²
E steht für Stahl für
den Maschinenbau
360 kennzeichnet die Mindeststreckgrenze
in N/mm²
Die Codierung hinter der Zahl hat folgende Bedeutung :
1. Stelle :
G Andere
Merkmale (ev. mit 1 oder 2 nachfolgenden Ziffern)
2. Stelle :
C Geeignet
zum Kaltziehen
Kennzeichnung entsprechend der chemischen Zusammensetzung
Unlegierte Kohlenstoffstähle
Beispiel : C35C
C-Stahl mit 0,35 % Kohlenstoff und
für die Kaltumformung
C steht für Kohlenstoff
35 kennzeichnet den Kohlenstoffgehalt
100 x mittlerer C-Gehalt
Ein allgemein vorangestellter Großbuchstabe G
kennzeichnet den Zustand Stahlguss.
Beispiel : GC35E
Der Buchstabe hinter der Zahl hat folgende Bedeutung :
C für
Kaltumformung
D zum
Drahtziehen
E vorgeschriebener
max. S-Gehalt
G andere
Merkmale
R vorgeschriebener
Bereich des S-Gehalts
S für
Federn
U für
Werkzeuge
W für
Schweißdraht
Niedrig legierte Stähle
Beispiel : 21CrMoV5-7
Stahl mit 0,21 % Kohlenstoff , 1,25 % Chrom und 0,7 %
Molybdän , Vanadin gezielt zulegiert
Die Zahl am Anfang der Werkstoffbezeichnung steht für den
Kohlenstoffgehalt
100 x mittlerer C-Gehalt
Die Abkürzungen der Legierungselemente stehen in der Reihenfolge
ihrer %-Anteile
Die Zahlen am Ende der Werkstoffbezeichnung kennzeichnen den
%-Anteil der Legierungselemente unter Berücksichtigung eines Umrechnungsfaktors.
Faktor bei den einzelnen Elementen :
Faktor 4 : Cr
, Co , Mn , Ni , Si , W
Faktor 10 : Al
, Be , Cu , Mo , Nb , Pb , Ta , Ti , V , Zr
Faktor 100 : C
, N , P , S
Faktor 1000 : B
Ein allgemein vorangestellter Großbuchstabe G
kennzeichnet den Zustand Stahlguss.
Beispiel : G37MnSi5
Hoch legierte Stähle
Beispiel : X5CrNi18-10
Stahl mit 0,05 % Kohlenstoff , 18 % Chrom und 10 % Nickel
Das X
am Anfang der Werkstoffbezeichnung ist die Kennzeichnung für hoch legierte Stähle.
In diesen Fällen sind die Zahlen am Ende als volle %-Anteile der Legierungselemente
zu sehen. Es gibt keine Umrechnungsfaktoren. Die Abkürzungen der Legierungselemente
stehen in der Reihenfolge ihrer %-Anteile.
Ein allgemein vorangestellter Großbuchstabe G
kennzeichnet den Zustand Stahlguss.
Beispiel : GX10CrNi18-8
Schnellarbeitsstähle
Beispiel : HS6-5-2-5
Stahl mit 6 % Wolfram , 5 % Molybdän , 2 % Vanadin
und 5 % Kobalt
Das HS
am Anfang der Werkstoffbezeichnung ist die Kennzeichnung für Schnellarbeitsstähle.
Die Zahlen sind %-Anteile der Legierungselemente in folgender Reihenfolge.
1. Zahl : Wolfram
2. Zahl : Molybdän
3. Zahl : Vanadin
4. Zahl : Kobalt
Zusatzsymbole für Überzüge
Diese Symbole werden von den vorhergehenden Bezeichnungen durch
ein Pluszeichen (+) getrennt. Dies dient der Übersichtlichkeit und um Verwechslungen
mit anderen Zusatzsymbolen zu vermeiden kann auch noch der Großbuchstabe S
vorangestellt werden.
Beispiel : +SZ
Werkstück oder Bauteil ist feuerverzinkt
Die Codierung hat folgende Bedeutung :
+A feueraluminiert
+AR Aluminium
walzplattiert
+AS mit
Al-Si Legierung überzogen
+AZ mit
Al-Zn Legierung überzogen
+CE elektrolytisch
spezialverchromt
+CU Kupferüberzug
+IC anorganische
Beschichtung
+OC organische
Beschichtung
+S feuerverzinnt
+SE elektrolytisch
verzinnt
+T schmelztauchveredelt
mit Pb-Sn Legierung
+TE elektrolytisch
überzogen mit Pb-Sn Legierung
+Z feuerverzinkt
+ZA mit
Zn-Al Legierung überzogen
+ZE elektrolytisch
verzinkt
+ZF diffusionsgeglühter
Zinküberzug
+ZN elektrolytisch
überzogen mit Zn-Ni Legierung
Zusatzsymbole für Behandlungszustände
Diese Symbole werden von den vorhergehenden Bezeichnungen durch
ein Pluszeichen (+) getrennt. Dies dient der Übersichtlichkeit und um Verwechslungen
mit anderen Zusatzsymbolen zu vermeiden kann auch noch der Großbuchstabe T
vorangestellt werden.
Beispiel : +TN
Werkstück oder Bauteil ist normalgeglüht
Die Codierung hat folgende Bedeutung :
+A weichgeglüht
+AC GKZ-geglüht
+AR gewalzt
ohne besondere Bedingungen
+AT lösungsgeglüht
+C kaltverfestigt
+Cnnn kaltverfestigt
mit Rm >= nnn N/mm²
+CR kaltgewalzt
+DC dem
Hersteller überlassen
+FP auf
Ferrit-Perlit Gefüge behandelt
+HC warm-kalt
geformt
+I isothermisch
behandelt
+LC leicht
kalt nachgezogen / nachgewalzt
+M thermomechanisch
umgeformt
+N normalgeglüht
+NT normalgeglüht
und angelassen
+P ausscheidungsgehärtet
+Q abgeschreckt
+QA luftgehärtet
+QO ölgehärtet
+QT vergütet
+QW wassergehärtet
+RA rekristallisationsgeglüht
+S auf
Kaltscherbarkeit behandelt
+T angelassen
+TH auf
Härtespanne behandelt
+U unbehandelt
+WW warmverfestigt
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